MaterARCADIAPROXIMA

 

Wir betreten und verlassen die Monade, mit dem gleichen Tempo, wie bei der Leidenschaft der glühenden Objekte. Ohne den Aufstieg zu den Sternen und den Abstieg zu den Höhlen, vom Perfekten zum Unvollkommenen, würde die Menschheit nicht existieren und somit auch nicht das Leben und der Sinn Gottes. Wir wohnen in den Eingeweiden der Mutter Erde, gespeist durch seinen Humus, ohne Kenntnis von dem EINEN. Die Wärme der Höhle schützt uns, besiegt die Monster unserer Ängste und wiegt uns. Dadurch schafft sie Form und Seele unserer Illusionen, die als Schatten auf den Höhlenwänden erscheinen: Tempel und Schrein, Leben und Tod jedes Lebewesens. Die Spannung des Logos nimmt in sich den Sinn des Endlichen und Unendlichen, des Wesens und des Nichts, um uns in einer ewigen organischen Konzeption zu projizieren. Genau in dieser Höhle, die im Herzen der Erde gegraben wurde, erkennt man die Anwesenheit eines greifbaren Gottes, der durch das Feuer der Liebe, dem der Mensch zugewandt ist um die geheimsten emotionalen Formen zu finden, zum Ziel geworden ist. Das Licht wird Materie und durchbohrt die scheinbare Dunkelheit um die Blume unserer Erde blühen zu lassen und uns somit von der Sunde zu distanzieren, dessen Vollendung Anerkennung unserer Spezies ist. Jeder Anschein wird nun möglich, und es gibt nur Tropfen des Lichts, das uns den Weg Richtung Heimat zeigen. Das Liegen in dem abgedichteten Körper der Mutter Erde, um folglich unter den goldenen Strahlen der Sonne wieder aufzuerstehen, heiligt den Wahn der Schäfer auf der Suche nach der verlorenen Welt, denen nur die Magie der Kunst Ruhe und Hoffnung geben können.

Raffaella Corcione Sandoval